kruut – Wilde Kräuter fürs Wohlbefinden

Superfoods wie Acai, Goji oder Matcha sind mittlerweile keine Seltenheit mehr in den Regalen der meisten Supermärkte. Die heimischen Superfoods wie Giersch oder Scharfgabe sind währenddessen in Vergessenheit geraten. Annika und Thorben von kruut möchten das alte Wissen und ihre Liebe zu heimischen Wildkräutern weitergeben und Menschen zeigen, dass auch heimische Kräuter hip sein können.

Wer steckt hinter “kruut” und wie entstand euer Produkt?

Hinter kruut stecken wir – Annika & Thorben. Wir sind beide mit Wildkräutern aufgewachsen und haben es uns zur Mission gemacht, das Thema wieder zurück in den Alltag der Menschen zu bringen. Denn wir finden es unsinnig, Brennnesseln auf unseren Feldern zu vernichten, aber Chia-Samen aus Übersee zu importieren.

Die Jahrtausende alte Rezeptur des Oxymels haben wir zusammen mit Thorbens Großvater in alten Büchern entdeckt. Er ist pensionierter Gärtnermeister und sein Garten ist voller Heilpflanzen aus aller Welt und der Keller gefüllt mit Tinkturen gegen jedes erdenkliche “Wehwechen”. Leider haben alle einen hohen Alkoholgehalt. Da haben wir uns gefragt, ob es nicht auch andere Extraktionsverfahren gibt, die die Inhaltsstoffe der Pflanzen konservieren ohne die negativen Auswirkungen des Alkohols. Und so sind wir gemeinsam mit Thorbens Großvater auf die Rezeptur des Oxymels gestoßen. Die nebenbei auch noch super schmeckt wie eine Kräuter-Limonade.

(c) kruut

 

Was genau sind Oyxmels und wofür sind sie gut?

Oxymel ist eine überlieferte Rezeptur, die Heilkräuter mit Hilfe von naturtrübem Apfelessig und Honig extrahiert und konserviert. Ohne Erhitzen, Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und Co. – nur die Natur kommt in die Flasche. Je nach ausgewählten Wildkräutern haben die Mischungen unterschiedliche Anwendungen und Geschmäcker.

 

Was ist das besondere an Wildkräutern?

Sie wachsen hier von der Tür und sind kostenlos die meiste Zeit des Jahres verfügbar. Der Giersch zum Beispiel hat 20 mal so viel Vitamin C wie eine Zitrone, Brennnessel hat mehr Eiweiß als Soja und mehr Eisen als ein Steak. Deswegen stehen sie auf unserem Speiseplan, seit es Menschen gibt. Erst in den letzten Jahren sind sie in Verruf geraten.

Mit den wertvollen Nährstoffe gehen aber auch die Geschmacksstoffe verloren. Denn in Wildkräuter sind viele Gerb- und Bitterstoffe enthalten, die nicht nur gut schmecken sondern auch essentiell für Verdauung und Stoffwechsel von uns sind. Uns ist es auch wichtig, die vergessenen Geschmäcker wieder salonfähig zu machen.

 

Mit was trinkt ihr Beiden “kruut” am liebsten?

Ganz klassisch mit stillem, kühlem Wasser. Wenn wir Besuch haben oder Kräuterwanderungen veranstalten, gibt es Quittensaft mit Wasser und einem Schuss Oxymel. Auch beliebt ist ein Schuss in der Smoothie oder in das Salatdressing. So kann man sehr lecker seine Dosis heimische Wildkräuter in den Alltag integrieren.

 

(c) kruut

 

Wie lange dauert die Herstellung eines Oyxmel?

Bis zu zwei Monate je nach Sorte. Die Tinkturen müssen lange reifen und ausziehen. Sie werden nie erhitzt, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben und schonend in die Flüssigkeit übergehen. Für die Herstellung in Handarbeit benötigt man daher Geduld und Zeit. Zwei Dinge, die sich heute nicht mehr viele Produzenten nehmen. Aber nur so können wir eine Wildkräutertinktur erzeugen, die schmeckt wie selbstgemacht von den Großeltern.

 

Habt ihr weitere Sorten bzw. Produkte geplant?

Oh ja, da wird es bis zum Ende des Jahres noch einiges neues geben. Für uns ist super spannend, neue Rezepturen zu entwickeln und zu verfeinern. Wildkräuter sind so vielseitig und unsere Vorfahren haben einen großen Erfahrungsschatz, der nicht in Vergessenheit geraten darf. Wir geben Bescheid 🙂

 

(c) kruut

Könnt ihr uns ein Buch empfehlen, wenn man mehr über Wildkräuter wissen will?

Ein gutes Einsteigerbuch ist der Klassiker “Was blüht denn da?”. Hilfreich sind aber vor allem Wildkräuterwanderungen. Denn dort bekommt man die Pflanzen “live und in Farbe” gezeigt und erfährt viel über die Verwendung und mögliche Verwechslungsgefahren. Ab April starten wir in Berlin und ein paar anderen deutschen Städten wieder mit Wanderungen. Es ist jedes Mal so schön zu sehen, wie die Teilnehmer auf einmal nur noch mit gesenkten Köpfen durch die Wiesen streifen um ja kein Heilkraut zu verpassen. Am Anfang ist es super hilfreich, ein eigenes kleines Herbarium anzulegen, um die Kräuter zu vergleichen und die wichtigsten Informationen zu behalten. 

 

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