Minimal Waste Fashion – Natascha von Hirschhausen

Schlichte, minimalistische Mode mit maximaler Transparenz. So würde ich die Mode von Natascha von Hirschhausen beschreiben.

Mir ist es total wichtig, aus dieser Nachhaltigkeitsblase herauszukommen und auch Leute zu erreichen, die sich noch nicht so mit nachhaltiger Mode auseinander gesetzt haben. Am Ende verkauft man kein Produkt, dass einfach nur nachhaltig ist. Ein Produkt muss auch gut aussehen. Mir ist es wichtig zu zeigen, wie schön nachhaltige Kleidung sein kann und wie angenehm (Natascha von Hirschhausen, 2017).

Faire Designermode handmade aus Berlin

Wenn man Nataschas Atelier in Berlin-Wedding betritt, stechen einem sofort die schlichten und modernen Schnitte ihrer Kleidungsstücke ins Auge. Und genau diese Eleganz und Schlichtheit ziehen sich, wie ein roter Faden, durch alle Kollektionen. Nataschas Kleidungsstücke entsprechen keinen Trends, sondern sollen dem Käufer langfristig Freude bereiten. Alle Arbeitsschritte, vom Schnittmuster bis zum Annähen des Wäscheetiketts, finden in Nataschas Atelier in Berlin statt. So stecken in einem einzigen Kleidungsstück etliche Arbeitsstunden und ganz viel Herzblut.

Natürliche Materialien: Zu 100% nachhaltig, fair, plastikfrei und komplett biologisch abbaubar

Eine Sache, die ich an Nataschas Kleidungsstücken sehr schätze, ist der besonders verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und Materialien. Natascha verwendet für all ihre Kollektionen nur natürliche Materialien, wie Bio-Baumwolle, Bio-Wolle oder recyceltes Kaschmir. Die junge Designerin achtet gerade bei der Beschaffung der Materialien auf das Einhalten von sozialen und ökologischen Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Für Natascha sind schadstofffreie Materialien dabei genauso wichtig, wie eine ethisch korrekte Ernte der Baumwollfasern in Uganda beispielsweise.

 

Skizze Natascha von Hirschhausen

 

Minimaler Verschnitt – Minimal Waste Fashion

Eine weitere Besonderheit an Nataschas Kleidung ist ihre Minimal Waste Philosophie. Dafür hat die Designerin lange an passenden Schnitten gearbeitet, bis sie den Verschnitt drastisch reduzieren konnte.

Die Idee ist mir durch meinen Aufenthalt in Bangladesch 2014 gekommen. Dort habe ich gesehen, wie viel Müll eigentlich durch die Textilindustrie produziert wird. Es gab zu dieser Zeit auch schon Upcycling Labels, die dann den Müll nahmen und daraus etwas Neues produziert haben. Ich habe mir da aber gedacht, dass es doch gut wäre, wenn dieser Müll gar nicht erst entsteht. Dann habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und habe dann im Rahmen meiner Masterarbeit ein Jahr lang daran geforscht, wie man Schnittlinien so ineinander legen kann, um am Ende so wenig Verschnitt wie möglich zu erhalten (Natascha von Hirschhausen, 2017). 

Durch diese besonderen Schnitte ist es Natascha gelungen, einen minimalen Verschnitt von 2% zu erreichen. Somit liegt ihre Materialeffizienz bei durchschnittlich 98,5%.

 

Möchtest du noch mehr über Nataschas Mode erfahren? Dann schau gerne auch auf Nataschas Webseite und ihren Social Media Kanälen (Facebook und Instagram) vorbei.

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