Naturkosmetik selbst herstellen – Der Grüne Kurs

Warum ist Naturkosmetik eigentlich so gut für uns und wie kann man von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik umsteigen? Alma Berchtold, eine der beiden Gründerinnen von „Der Grüne Kurs“, beantwortet uns diese Fragen und verrät uns außerdem ihr liebsten DIY Naturkosmetikrezept. Und was zu gewinnen gibt es auch 🙂

1. Der grüne Kurs – So heißt euer Projekt. Wer und was steckt dahinter?

Dahinter stecken wir beide, Vicky und Alma. Wir haben uns während unserer Studienzeit kennengelernt und irgendwann bemerkt, dass wir beide einen sehr ähnlichen Lebensstil haben – nämlich nachhaltig, Öko 😉 So ist dann langsam „Der Grüne Kurs“ entstanden.  Seit Anfang diesen Jahres bieten wir Workshops an, bei denen die Leute nicht nur die theoretischen Grundlagen von Naturkosmetik erlernen, sondern vor allem eigene Produkte mischen schütteln und rühren. Wir wollen den Leuten zeigen, wie einfach es ist, seine eigene Naturkosmetik herzustellen. Und weil Schönheit und Gesundheit von Innen kommen, orientieren wir uns an folgendem Grundsatz: Wie innen, so außen. Das heißt, wir bieten ganzheitliche Ansätze an und zeigen, wie Schönheit und Körperpflege mal von einer anderen Seite betrachten werden können. Generell wollen wir die Leute mit unserer Begeisterung für einen nachhaltigen und natürlichen Lifestyle anstecken. Wir hoffen sehr, dass uns das mit unseren Workshops gelingt!

2. Warum ausgerechnet Naturkosmetik?

Als wir vor einigen Jahren angefangen haben, uns mit Naturkosmetik zu beschäftigen, war das für uns der Einstieg in ein bewussteres und nachhaltigeres Leben. Und wir glauben, dass es das auch für andere Leute sein kann. Außerdem sind wir der festen Überzeugung, dass Naturkosmetik dich dazu bringt, deine Natürlichkeit und deine eigene, ganz individuelle Schönheit mehr zu leben. Denn du fängst an, dich mit deiner Haut und ihren, sowie deinen Bedürfnissen viel mehr auseinanderzusetzen. Du bekommst eine ganze andere Verbindung zu deinem Aussehen. Für mich war der Umstieg auf Naturkosmetik ein Weg zu mehr Selbstliebe und Akzeptanz. Und das wünschen wir uns für alle Menschen. Das klingt vielleicht jetzt sehr hippiemäßig, aber die Kosmetikindustrie und nicht nur die, suggeriert uns ständig, dass wir uns selbst optimieren müssen. Produkte wie Conturing-Sets durch die wir uns höhere Wangenknochen oder eine schmalere Nase zaubern sollen oder Bleeching-Zahncreme für weißere Zähne, spielen nur mit unserer vermeintlichen Unvollkommenheit. Naturkosmetik und gerade selbstgemachte gerät da an natürliche Grenzen, denn um solche „perfekten“ Ergebnisse zu erzielen, bedarf es nun mal bestimmter Inhaltsstoffe, die alles andere als natürlich sind.

 

3. Deine drei Tipps für den Umstieg von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik!

  • Tipp #1: Nicht alles auf einmal. Versuche nach und nach die Produkte durch Naturkosmetik zu ersetzen, so erleichterst du dir den Umstieg und du bist nicht überfordert für jedes Produkt einen Ersatz zu finden.
  • Tipp #2: Hab Geduld. Es kann sein, dass sich deine Haut bzw. dein Hautzustand durch den Umstieg kurzzeitig verändert. Gib ihr die Zeit, sich daran zu gewöhnen. So ein Umstellungsprozess kann dauern, deine Haut entgiftet vielleicht sogar. Am Ende wird sich der Umstieg auf Naturkosmetik aber auf jeden Fall auszahlen.
  • Tipp #3: Nimm dir Zeit für eine Entdeckungsphase und lerne neue Gerüche, Konsistenzen, Zusammensetzungen, Produkte kennen. Das ist total spannend und macht super viel Spaß. Danach wirst du so begeistert sein, dass dir die Umstellung leicht fallen wird.

 

 

4. Was sind die Vorteile von selbst gemachter Kosmetik?

Da gibt es sehr viele, aber die drei wichtigsten sind für uns:

  • 1. Vollständige Transparenz – Du weißt ganz genau, was drin ist. Keine Parabene, kein Erdöl, keine Silikone oder Emulgatoren – schlicht gesagt, einfach kein Müll, stattdessen 100% Natur.
  • 2. Du kannst das Produkt herstellen, das DU brauchst, angepasst an deine Bedürfnisse und die deiner Haut, deiner Haare und deines Körpers.
  • 3. Kein Plastikmüll mehr – Leider ist ein Großteil der Kosmetikprodukte nur in Plastikverpackungen erhältlich. Da Produkte wie Shampoo, Duschgel oder Zahnpasta aber Produkte des alltäglichen Lebens sind, sammelt sich im Laufe des Lebens einiges an Müll an. Machst du deine Kosmetik selbst, kannst du hübsche Glasdöschen verwenden und stoppst so die Plastikflut.

5. Dein liebstes und schnell umzusetzendes DIY Naturkosmetikrezept!

Einen Body-Scrub aus Meersalz und Kokosöl. Super schnell zubereitet und meistens hat man die beiden Zutaten schon im Haus. Einfach das Meersalz mit flüssigem Kokosöl vermengen. Die Masse soll sich wie nasser Sand anfühlen. Wer mag, kann noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls dazugeben. Ganz nach eigenem Gusto! Die Kombi aus Meersalz und Kokos duftet himmlisch und erinnert an Urlaub. Das Meersalz entfernt alte Hautschuppen und das Kokosöl pflegt die Haut. Einfach eine kleine Menge auf die nasse Haut geben, sanft die Haut damit peelen und das Ganze mit Wasser abwaschen. Sollte die Haut empfindlich sein oder wunde/offene Stellen haben, dann Zucker anstatt Meersalz verwenden.

Der nächste Workshop der beiden findet am 13.4.19 in Nürnberg im Laden von „Mit Ecken und Kanten“ statt. Es wird ein Schnupperkurs sein, der perfekt ist, wenn du dich an das Thema Naturkosmetik herantasten willst. Zusammen stellen wir eine tolle Creme her, die du als Handcreme, Bodylotion oder auch für die Gesichtspflege verwenden kannst. Ein echtes Allround-Talent. Damit lernst du gleich eines der wichtigsten Dinge in der Kosmetik kennen: Das Herstellen von Emulsionen. Samstag, 13. April 2019 // 15 bis 17 Uhr // Preis: 59 Euro – noch Plätze frei 

Hier geht’s zur Anmeldung 🙂 

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