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Materialkunde: Nachhaltige Materialien – ein Überblick

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Habt ihr euch bei eurer Kleidung auch schon mal gefragt, wie nachhaltig die Materialien eigentlich sind, aus denen eure T-Shirts und Hosen bestehen? Ist Baumwolle besser als recyceltes Polyester? Was genau war nochmal Viskose? Und ist Tencel wirklich so nachhaltig, wie immer alle behaupten? Teilweise ist es wirklich schwierig, im Textildschungel den Überblick zu behalten. In diesem Post haben wir die meistverwendeten Materialien mal genauer unter die Lupe genommen und geben euch einen Überblick zu den einzelnen Fasern und erklären Vor- und Nachteile.

Naturfasern vs. Kunstfasern vs. Regeneratfasern

Prinzipiell kann zwischen Natur-, Kunst- und Regeneratfasern unterschieden werden. Zu den Naturfasern gehören alle Stoffe, die auf natürlichem Weg aus Pflanzen oder Tieren gewonnen werden; dazu gehören unter anderem Baumwolle, Leinen, Hanf, Wolle oder Leder. Kunstfasern werden, wie der Name bereits erahnen lässt, in einem chemischen Prozess künstlich hergestellt. Die Grundlage der Stoffe kann dabei natürlich oder synthetisch sein. Bei Stoffen mit einem natürlichen Ursprung reden wir von Regeneratfasern. Beispiele dafür sind Viskose, Modal oder Lyocell. Kunstfasern mit synthetischem Ursprung basieren auf synthetischen Polymeren und werden aus dem begrenzt vorhandenen Rohstoff Erdöl gewonnen. Dazu gehören beispielsweise Polyester, Polyacryl, Polyamid und Elasthan.

Naturfasern

Baumwolle

Baumwolle ist wohl das bekannteste Naturmaterial. Sie wird auf Feldplantagen unter anderem in China, Indien, den USA und Pakistan angebaut. Zur Blütezeit öffnet sich die Knospe der Pflanze und der weisse Flausch kommt zum Vorschein, welcher dann geerntet und weiterverarbeitet wird. Baumwolle ist ein Alleskönner und kann in jedem erdenklichen Kleidungsstück, Accessoire sowie in Heimtextilien gefunden werden.

Ein Punkt, über den man immer wieder liest, ist der hohe Wasserverbrauch der Baumwollpflanze. Die Produktion einer Baumwoll-Jeans verbraucht bis zu 8000 Liter Wasser. Allerdings hängt dies stark vom Anbauland der Pflanze, dem Bewässerungssystem und dem Wissen der Bauern und Bäuerinnen zusammen. Denn die Baumwollpflanze benötigt nur während den ersten 60 Tagen ihrer Vegetationsperiode Wasser. Durch die richtige Anbauregion und fundiertes Wissen über die Pflanze und ihre Bedürfnisse kann die Bewässerung der Felder relativ wasserarm gestaltet werden.

Im konventionellen Anbau von Baumwolle werden zur Bekämpfung von Unkraut schädliche Pestizide eingesetzt, welche den Boden nachhaltig austrocknen und deren Giftstoffe Rückstände in der Kleidung hinterlassen können. Zertifizierte Bio-Baumwolle stellt eine nachhaltigere Alternative dar; dort werden im Anbau weniger Pestizide eingesetzt.

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Foto: (c) Unsplash / Marianne Krohn

Leinen

Leinen ist eines der ältesten Materialien und wird bereits seit Jahrtausenden zur Textilproduktion verwendet. Es ist leicht, atmungsaktiv und robust. Dank seiner feuchtigkeitsregulierenden Wirkung ist Leinen besonders im Sommer sehr angenehm zu tragen und eignet sich auch hervorragend für Bettwäsche und ist besonders für Allergiker*innen gut geeignet. Durch fehlende Elastizität knittert der Naturstoff leider extrem schnell.

Flachs (= Leinpflanze) gedeiht vor allem in maritimen Klima wie etwa in Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden mit einem stetigen Wechsel von Sonne und Regen gepaart mit viel Wind. Die Ernte von Flachs ist relativ arbeitsintensiv, auch wenn mittlerweile viele Schritte durch Maschinen erledigt werden. Anders als bei anderen Fasern, wird Flachs bei der Ernte nicht abgeschnitten, sondern mit den Wurzeln aus dem Boden gezogen. Bei der sogenannten Tauröste werden durch den Wechsel von Sonne, Tau und Regen Holzteile von Faserteilen gelöst. Durch den Röstprozess können die einzelnen Bestandteile voneinander gelöst werden. Schliesslich werden die gewonnen Fasern zu Fäden gesponnen, woraus dann Textilien gefertigt werden.

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Foto: (c) Unsplash / Irina Iriser

Hanf

Genau wie Leinen gehört auch Hanf zu den Bastfasern und hat einen sehr aufwendigen Herstellungsprozess. Anders als bei der Baumwollpflanze, wo die Baumwolle bereits verarbeitungsbereit in der Pflanze heranwächst und nur gepflückt werden muss, liegen die Fasern bei Bastfasern im Inneren der Pflanze, an welches man erst herankommen muss. Sind die Faserbündel vom Rest der Pflanze getrennt, können sie erst für technische Anwendungen wie Autotüren, Dämmmaterial, Tiereinstreu oder im Gartenbau verwendet werden. Damit Garn entstehen kann, müssen die Faserbündel erst noch verfeinert werden. Dies geschieht unter maschinellem Einsatz, teilweise ist auch Handarbeit erforderlich, und bringt oft noch eine chemische Behandlung der Fasern mit sich. Ähnlich wie Leinen ist Hanf strapazierfähig und nimmt Feuchtigkeit gut auf, weshalb sich die Faser gut für Sommerkleidung eignet.

Wolle

Wolle ist eine natürliche Proteinfaser aus Haaren von Schafen. Fasern in Form von feinem Tierhaar beschreibt alles andere: Kaschmir, Alpaka, Yakhaar, Kamelhaar, Chiengora oder Angora. Wolle kann mit tollen Eigenschaften überzeugen: Sie ist wasserabweisend, selbstreinigend und wärmeisolierend.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Wolle: Merinowolle von Merinoschafen ist eine besonders feine Wolle und wird oft für Unterwäsche und Sportkleidung verwendet. Die Wolle von europäischen und deutschen Schafen wird auf Grund ihrer gröberen Struktur meist eher für Jacken, Decken und Bettwaren verwendet. Ein grosses Problem bei Wolle ist das sogenannte Mulesing, welches oft bei Merinoschafen in Australien und Neuseeland vorgenommen wird. Die Hautfalten von Merinoschafen sind der perfekte Ort für Fliegeneier, besonders im Bereich der Genitalien und des Afters fühlen sich die kleinen Tierchen sehr wohl. Die geschlüpften Maden fressen sich in die Haut der Tiere, woraus dann häufig Entzündungen entstehen, welche sogar tödlich enden können. Zur Vorbeugung werden Lämmern oft ohne Betäubung die Hautfalten in diesen Bereichen abgeschnitten, was verständlicherweise grosse Schmerzen für die Tiere mit sich bringt. Wer diesbezüglich auf Nummer sicher gehen möchte, kauft Wolle am besten Secondhand oder kauft nur bei Marken, die Transparenz zeigen bezüglich ethischer und nachhaltiger Wollherstellung.

Leder / Synthetisches Leder

Leder ist ein sehr altes, robustes und reissfestes Material, welches bei guter Qualität und richtiger Pflege sehr langlebig ist. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Leder, z.B. Glattleder, Nubukleder, Veloursleder oder Nappaleder. Ethisch gesehen ist Leder leider problematisch, da es häufig nicht (wie oft angenommen) aus Abfällen der Fleischindustrie entsteht. Die Züchtung, Haltung und das Töten der Tiere verbraucht enorme Ressourcen und belastet die Umwelt. Die Herstellung von Leder ist relativ aufwändig und besteht aus vielen unterschiedlichen Schritten. Daraus resultiert ein hoher Wasser- und Energieverbrauch, welche aber auch immer vom Produzenten und dessen Optimierungsprozesse abhängen.

Tierleidfreie Alternativen gibt es mittlerweile immer mehr auf dem Markt, von synthetischen Imitationen, die auf Erdöl basieren, hin zu innovativeren Stoffen wie Ananas- oder Apfelleder. Veganes Leder wird oft als nachhaltig deklariert, obwohl das eine mit dem anderen nicht zwingend etwas zu tun hat. Zu veganen Lederalternativen hat Franziska Uhl zusammen mit Franziska Schmid für die Fashionchangers einen lesenswerten Artikel geschrieben. Ihr findet ihn hier.

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Kunstfasern

Der Anteil von Kunstfasern in Textilien nimmt seit Jahren rasant zu. Laut Industrievereinigung Chemiefaser e.V. liegt der Anteil chemischer Fasern in der Welttextilproduktion bei ca. 70%, wovon Cellulosefasern einen Anteil von ca. 10% ausmachen. Rund 1% des weltweit geförderten Rohöls wird zur Herstellung von Chemiefasern verbraucht. Die Bohrung nach Erdöl hat verheerende ökologische Folgen. Böden und Gewässer werden verseucht, Wälder abgeholzt und zahlreiche Pflanzenarten sterben ab oder sogar aus. Kunstfasern sind zwar langlebig, allerdings nicht biologisch abbaubar und geben bei jedem Waschgang Mikroplastik ab, welches durch Abwasser in Flüssen und Seen landet und diese nachhaltig verschmutzt. Eine zusätzliche Belastung für Mensch und Umwelt stellen die Chemikalien dar, die während des Herstellungsprozesses verwendet werden.

Kleidungsstücke mit einem hohen Anteil an Kunstfasern, besonders Polyamid, können zu Hautreizungen und -irritationen führen. Das betrifft besonders Menschen, die unter Neurodermitis, Akne oder anderen Hauterkrankungen leiden.

Polyester

Polyester ist die mit Abstand am häufigsten verwendete synthetische Kunstfaser. Ihre positiven Eigenschaften sind Reißfestigkeit, Elastizität, Licht- und Wetterbeständigkeit. Das ändert allerdings nichts daran, dass Polyester aus Erdöl gewonnen wird und damit per se nicht wirklich nachhaltig ist. Eine Alternative dazu stellt recyceltes Polyester dar, welches immer häufiger verwendet wird und meist aus Industrieabfällen oder Post-Consumer-Kunststoffen wie PET-Flaschen hergestellt wird. Jährlich werden ca. 40 % der PET-Flaschen in Europa zu Fasern verarbeitet. Polyester wird mittlerweile für fast alle Arten von Kleidungsstücken verwendet, oft als Mischfasern mit Baumwolle.

Polyester versteckt sich auch hinter Bezeichnungen wie Trevira, Diolen, Polartec, Polarguard, Vestan, Thermolite oder Dacron.

Polyacryl

Polyacryl hat ähnliche Eigenschaften wie Wolle, es ist bauschig, voluminös und wärmt. Deshalb wird die Faser häufig in Mischgeweben zusammen mit Baumwolle oder Schafswolle eingesetzt und findet sich deshalb vor allem in Pullovern, Strickjacken, Strümpfen, Decken und allem Wollähnlichen wieder. Ein Nachteil von Polyacryl sowie anderen Kunstfasern ist die Tendenz zu unangenehmem Geruch beim Schwitzen.

Andere Bezeichnungen für Polyacryl sind Orlon, Dolan, Dralon oder Polyacrylnitril.

Polyamid

Polyamid ist ein Kunststoff und wird in vielen verschiedenen Bereichen verwendet, unter anderem im Maschinenbau. Um den Kunststoff in Fadenform zu bringen, werden die Moleküle mittels Polymerisation oder Polykondensation so verbunden, dass eine Kette bzw. ein Faden entsteht. Polyamid ist elastisch und dehnbar, hochglänzend sowie wasserabweisend. Dank dieser Eigenschaften kommt Polyamid vor allem in Funktionskleidung, Bademode und Wetterschutzkleidung zum Einsatz, kann aber auch in Strumpfhosen und Synthetikunterwäsche vorkommen.

Polyamid wird auch als Nylon, Perlon, Helanca, Teflon, Tactel, Grilon, Dederon oder Antron bezeichnet.

Elasthan

Elasthan ist als sehr dehnbarer und elastischer Stoff bekannt, der nur in kleinen Prozentteilen in Kleidungsstücken vorkommt (1% bis 7%). Oft wird Elasthan nicht gemischt, sondern nur in Bündchen verarbeitet, wie beispielsweise bei Socken. Die Faser basiert auf Erdöl und muss aus mindestens 85% Polyurethan bestehen, um nach Deutschen Textilstandards als Elasthan klassifiziert zu werden. Die Dehnbarkeit der Faser ist erstaunlich: Um 500% bis 700% lässt sich die Faser in die Länge ziehen, ohne dabei seine ursprüngliche Form zu verlieren.

Wie bei allen erdölbasierten Materialien gibt auch Elasthan beim Waschen feinste Plastikpartikel ab, die über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Es gibt leider noch keine nachhaltige Alternative auf dem Markt, die nicht auf Erdöl basiert und einen geringeren Energieaufwand in der Herstellung hat.

Elasthan ist auch als Lycra, Spandex, Dorlastan oder Polyurethan bekannt.

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Regeneratfasern

Viskose

Viskose wird aus Holzfasern gewonnen und ist eine der bekanntesten Kunstfasern natürlichen Ursprungs. Sie ist biologisch abbaubar und wird in einem chemischen Verfahren aus Holzfasern gewonnen. Dabei wird Zellstoff (beispielsweise aus Buche, Eukalyptus oder Fichte)  mit Natronlauge zersetzt. Danach wird Schwefelkohlenstoff hinzugefügt, woraus die Grundmasse der Viskose entsteht. Diese wird schliesslich zur Viskosefaser weiterverarbeitet. Die Herstellung verbraucht deutlich weniger Wasser und Energie als beispielsweise Baumwolle. Ihr natürlicher Ursprung macht Viskose zu einem hautfreundlichen Material und der sonst bei synthetischen Stoffen häufig rasch auftretende Schweißgeruch wird verhindert. Durch die Feinheit der Fasern wird Viskose auch oft als Kunstseide bezeichnet.

Modal

Modal wird aus Buchenholz gewonnen und ist ebenfalls biologisch abbaubar. Im Unterschied zu Viskose nimmt Modal Feuchtigkeit besser auf, hat eine festere Konsistenz und damit auch eine höhere Reißfestigkeit. Kleidung aus Modal weist einen seidigen Schimmer und einen hohen Tragekomfort auf. Sie ist besonders langlebig und pflegeleicht. Ein weiterer Vorteil der Regeneratfaser: Im Gegensatz zu Baumwolle kann Buchenholz auch in Mitteleuropa produziert werden. Andere Bezeichnungen für Modal sind Avril oder auch Lenzing-Modal.

Lyocell

Lyocell wird, genau wie Viskose und Modal, ebenfalls aus Holzfasern gewonnen. Der Stoff überzeugt durch feuchtigkeitsabsorbierende und temperaturausgleichende Eigenschaften, wodurch das Material vielseitig zum Einsatz kommen kann, z.B. in Kleidern, T-Shirts oder Hosen. Lyocell ist biologisch abbaubar: Freigesetzte Fasern können innerhalb weniger Monate durch Mikroorganismen zersetzt werden. Zudem gilt der Herstellungsprozess als besonders umweltschonend, da er weitaus weniger Wasser verbraucht als beispielsweise die Herstellung von Baumwolle – das Thema ist allerdings ein sehr komplexes und ein generischer Vergleich beinahe unmöglich. Regionalität spielt auch hier eine Rolle: Vergleicht man einen Buchenwald in Europa mit einem konventionellen Baumwollfeld in Indien, schneidet der Buchenwald bezüglich des Wasserbedarfs um einiges besser ab. Zieht man zum Vergleich jedoch ein Bio-Baumwollfeld in Tansania, einem regenbewässerten Gebiet, hinzu, ändert sich das Ganze noch einmal.

Lyocell ist vielen auch unter dem Namen „Tencel“ bekannt. Das ist der Markenname der Firma Lenzing aus Oberösterreich für diese Fasern. Das lässt sich mit dem Markennamen „Tempo“ vergleichen, welcher sich im allgemeinen Sprachgebrauch für Papiertaschentücher durchgesetzt hat.

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Wir hoffen, wir konnten mit diesem Blogpost etwas Licht ins Dunkel des Textildschungels geben und ein paar Fragezeichen auflösen. Die Herstellung der unterschiedlichen Materialien ist komplex und oft sehr aufwendig, das sollten wir bei jedem Kauf im Hinterkopf behalten. Die Nachhaltigkeit eines Materials hängt immer von vielen verschiedenen Faktoren ab; das eine nachhaltige Material gibt es nicht. Am nachhaltigsten sind immer noch Kleidungsstücke von guter Qualität, die gepflegt werden und lange getragen werden. In diesem Sinne gilt ganz nach Vivienne Westwood: Buy less, choose well, make it last.

Quellen:

Fairlis.de: Nachhaltige Materialien und welche es nicht sind

Loveco: Alles was du schon immer über nachhaltige Materialien wissen wolltest

Hessnatur Textillexikon: Kunstfasern

Smarticular: Kunstfasern in Kleidung erkennen und vermeiden – Mikroplastik adé

TextileOne: Viskose

Fashionchangers: Sind Hanffasern die Lösung?

Industrievereinigung Chemiefasern e.V.: Synthethische Chemiefasern

Industrievereinigung Chemiefasern e.V.: Cellulosische Chemiefasern

Ana Alcazar: Kunstfasern

Fashionchangers: Wie nachhaltig ist veganes Leder wirklich?

Utopia: Polyamide

Fashionchangers: Was du über die Textilfaser Lyocell wissen solltest

Fashionchangers: 4 Dinge, die du über Biobaumwolle wissen solltest

erlich textil: Leinen

Leitner Leinen: Vom Flachs zum Leinen: Der Anbau 

Fashionchangers: Alles, was du über Wolle wissen solltest

Aboutwork: Stretchmaterial: Die Vor- und Nachteile von Elasthanfasern

Walbusch: Leder: Eigenschaften, Pflege & Sortiment

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